Mehr Lebensqualität für Schifflange: Barrierefreie Erholungsgebiete und öffentliche Toiletten
Schifflange wächst und verändert sich. Es gibt im Ort unzählige Hundetoiletten, aber im öffentlichen Raum keine einzige barrierefreie Toilette für Menschen mit Behinderung. Das vermittelt das fatale und traurige Signal, dass die Infrastruktur für Haustiere hier höhere Priorität genießt als die Würde und Inklusion von Mitbürgern im Rollstuhl.
Damit unsere Gemeinde lebenswert bleibt, müssen zwei zentrale Bereiche dringend gestärkt werden: barrierefreie Naherholung und die dazugehörige sanitäre Infrastruktur. Im Ortskern fehlt jede Spur von barrierefreien WCs für Menschen mit Behinderung (die Toilette hinter der Kirche/beim Rathaus ist über Stufen nicht zugänglich; am Bahnhof fehlen WCs komplett). Gleichzeitig fehlt es im öffentlichen Raum an gestalteten, naturnahen Erholungsgebieten, die für alle Bürger – ob Jung, Alt oder mobilitätseingeschränkt – ohne Barrieren zugänglich sind.
Ich fordere die Gemeinde daher auf, folgende Punkte bei den aktuellen Planungen umzusetzen:
Inklusive Naherholungsgebiete schaffen: Einrichtung von öffentlich zugänglichen Erholungszonen wie einem botanischen Garten, thematischen Grünflächen oder die barrierefreie Erschließung der Naturräume (z. B. Richtung Wasserbüffel/Dumontshaff).
Grünflächen an neuen Schulstandorten: Großzügige Einplanung von öffentlich nutzbaren Park- und Erholungsflächen auf dem neu geplanten Gelände rund um die zukünftige Europaschule (Metzeschmelz).
Barrierefreie Sanitäranlagen an Knotenpunkten: Koppelung dieser Erholungsräume sowie der zentralen Punkte (Bahnhof, Rathausplatz) mit modernen, barrierefreien und per Euroschlüssel zugänglichen Toilettenanlagen.
Inklusion und Lebensqualität gehören zusammen. Wenn neue Viertel und Schulen geplant werden, müssen Naturerlebnis und Barrierefreiheit von Anfang an Hand in Hand gehen.